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Künstliche Intelligenz - Schreckgespenst oder Riesenchance?

Das Thema Künstliche Intelligenz ist in aller Munde und kein Tag vergeht, ohne dass eine neue Info durch die Medien „geistert“. Für viele Menschen ist Künstliche Intelligenz (KI) ein Schreckgespenst und bei der Geschwindigkeit und Wucht, mit der KI die Welt erobert, kann einem auch mulmig werden. Fakt ist, dass KI unseren Alltag zukünftig massiv verändern wird.

Aber KI bietet auch viele Chancen! Ich zeige dir im folgenden Artikel, wie du das aktuell bekannteste KI-Tool ChatGPT für dein Marketing nutzen kannst und was du bei der Arbeit mit ChatGPT beachten solltest.

Was verbirgt sich eigentlich hinter Künstlicher Intelligenz?

Wenn das mal keine Frage für ChatGPT ist. Das war die Antwort, die das Tool ausgespuckt hat:

„KI ist eigentlich wie ein Computer- oder Maschinen-Gehirn, das Dinge tun kann, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. Sie können lernen, Muster erkennen, Entscheidungen treffen und sogar menschenähnliche Aufgaben wie Spracherkennung und Bildverarbeitung ausführen. Einige Beispiele für KI in unserem täglichen Leben sind Sprachassistenten wie Siri und Alexa, Chatbots und personalisierte Werbung im Internet. KI hat in den letzten Jahren viel Fortschritt gemacht und wir sehen immer mehr Anwendungen davon in vielen verschiedenen Branchen.“

Vereinfacht heißt das: Tools mit KI (z.B. ChatGPT) verstehen die menschliche Sprache, können sich mit dir „unterhalten“, auf deine Befehle reagieren und damit Aufgaben erfüllen.

Wie kannst du ChatGPT in deinem Marketing einsetzen?

Die Einsatzgebiete von ChatGPT im Marketing sind vielfältig. Hier findest du einige Beispiele, wie dich ChatGPT bei deiner täglichen Arbeit unterstützen kann und dir eine Menge Zeit „schenkt“:

ChatGPT kann:

  • Content-Ideen für Social Media oder Blogartikel entwickeln
  • Redaktionspläne erstellen
  • Texte für Posts oder Blogbeiträge erstellen
  • Texte für deine Website oder Produktbeschreibungen generieren
  • Hashtag-Ideen entwickeln
  • Zitate finden
  • Vergleiche / Metaphern finden
  • SEO-Texte (Meta Title, Meta Description) generieren
  • Keyword-Ideen entwickeln
  • FAQ schreiben
  • Rechtschreib- und Grammatik-Korrektur durchführen
  • Texte übersetzen oder umschreiben
  • Marktrecherchen durchführen
  • Zielgruppenanalyse unterstützen

Das ist ganz schön viel, oder? Und bestimmt nur die Spitze vom Eisberg.

Roboter als Zeichen Künstlicher Intelligenz

So arbeite ich mit ChatGPT

Grundsätzlich gilt: Je besser deine Befehle, auch „Prompts“ genannt, desto besser am Ende das Ergebnis. Stell dir einfach vor, ChatGPT ist dein Assistent, der den 1. Tag in deinem Unternehmen ist und dir bei deiner Arbeit helfen soll. Er ist sehr intelligent und lernfähig, braucht aber noch detaillierte Anweisungen, was er tun soll. Je mehr Infos du ihm gibst, desto besser wird er dich unterstützen können. Ich gebe dir einmal ein Beispiel:

Prompt 1:
Schreibe mir einen Social Media Post zum Thema Grillen.

Prompt 2:
Schreibe mir einen spannenden Social Media Post zum Thema Grillen.
Länge: etwa 250 Wörter
Zielgruppe: Personen zwischen 40 und 50 Jahren, die gerade ein Grillfest mit mehreren Freunden planen
Sprachstil: locker
Anrede: duzen
Ziel: Der Post soll Lust auf Grillen machen und am Ende auf unsere Produkte zum Thema Grillen im Online-Shop verweisen.

Was glaubst du: Welcher Prompt wird das bessere Ergebnis erzielen?

Wenn du mit dem ersten Ergebnis nicht zufrieden bist oder eine bestimmte Sache noch detaillierter betrachten möchtest, kannst du auch mit Folgeprompts arbeiten. ChatGPT hat sich den bisherigen Gesprächsverlauf gemerkt und kann diesen in den folgenden Antworten berücksichtigen.

Beispiel: Gib mir noch ein Rezept für eine leckere Grillsauce.

Er nimmt dann alle Daten, die er im bisherigen „Gesprächsverlauf“ gesammelt hat und baut darauf auf.

Formuliere deine Prompts also immer so klar und präzise wie möglich. Das heißt natürlich, dass du vorher genau wissen musst, was du als Ergebnis bekommen möchtest und welche Infos dein „Assistent“ dafür benötigt. Und das ist ehrlich gesagt meist die schwierigste Übung…

Das solltest du beachten

ChatGPT basiert auf den Internet-Daten aus dem Jahr 2021. Es kann also sein, dass es inzwischen neue Entwicklungen gibt, die ChatGPT nicht kennt.

Außerdem ist ChatGPT nicht nur hilfreich, sondern auch sehr kreativ… und denkt sich manchmal Sachen aus. Prüfe also Fakten unbedingt noch einmal mithilfe einer anderen Quelle.

Für gute Prompts braucht es ein bisschen Übung und Geduld. Probiere einfach verschiedene Möglichkeiten aus und schau, bei welcher du die besten Ergebnisse erzielst. Du kannst dir die Prompts auch abspeichern und immer wieder benutzen.

Wenn du Texte generierst, nutze die Ergebnisse immer als Inspiration und verfeinere sie in deinem Stil. Ich vergleiche es immer ein bisschen mit einer Muffins-Backmischung. Wenn du nur die reine Backmischung nimmst, wirst du auf einem Kuchen-Buffet vermutlich keinen Blumentopf gewinnen. Fügst du ein paar saftige Äpfel hinzu, machst ein Frischkäse-Topping und ein paar karamellisierte Mandeln obendrauf, sieht die Sache schon anders aus. Genauso ist es mit den Texten. Lass dir von ChatGPT die Arbeit abnehmen und erledige das Finish selbst.  

Mein Fazit:

Ich bin inzwischen eindeutig Team „Riesenchance“, auch wenn ich Künstliche Intelligenz immer noch mit gehörigem Respekt betrachte. Mir hilft es im Arbeitsalltag vor allem bei der Ideenfindung, bei der Recherche und der Basis-Texterstellung, die ich dann als Fundament für meine eigenen Texte nehmen kann. Und es öffnet mir noch einmal andere Blickwinkel, die ich sonst vielleicht nicht betrachtet hätte.

Du brauchst ein bisschen Übung und musst dich ein bisschen in das Thema Prompt-Generierung reinfuchsen, aber danach kann dir ChatGPT wirklich viel Zeit schenken.

Und du? Bist du Team „Riesenchance“ oder „Schreckgespenst“? Schreib mir gerne deine Meinung. Gerne beantworte ich auch deine Fragen.

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