Wildkräuter auf Holzlöffel
Wildkräuter

Kleines Wildkräuter-Lexikon

Wildkräuter in der Küche - gesund und lecker!​

Wildkräuter haben lange ein Schattendasein in der Küche geführt. In den letzten Jahren begeistern sich aber immer mehr Genießer für die Kräuter. Abgesehen davon, dass sie sehr gesund sind und gegen viele Wehwehchen helfen, schmecken sie meist auch viel aromatischer und intensiver als ihre gezüchteten Mitstreiter.

Was sind eigentlich Wildkräuter? Der Begriff „Wildkräuter“ stammt nicht aus der Botanik, sondern aus der Kulinarik und dem Handel. Damit werden heimische, krautige Pflanzen bezeichnet, die essbar sind und nicht gezüchtet wurden. Sie wachsen in der Regel in Wäldern, auf Wiesen oder am Wegesrand. Aber auch wenn sie in Gärtnereien angebaut werden, ohne züchterisch verändert zu werden, fallen sie noch unter den Begriff Wildkräuter. Das Gute ist: Du kannst sie auch leicht Zuhause im Garten anpflanzen. Sie sind sehr genügsam und brauchen wenig Pflege. Klingt gut, oder?  

Aber wie kannst du mit Wildkräutern kochen und welche eignen sich besonders gut? Wir haben die wichtigsten Kräuter für dich zusammengestellt.

Liebstöckel

Liebstöckel kennt man auch unter dem Namen Sellerie- oder Maggikraut. Das Aroma ist so markant, dass man es auch als Laie sofort im Kräutergarten erkennt. Liebstöckel ist inzwischen aus der deftigen europäischen Küche nicht mehr wegzudenken. Verwendet werden dabei Blätter, junge Triebe und die Samen der Pflanze. Die Blätter geben Fisch, Fleisch und Suppen ein tolles Aroma, während die Samen häufig beim Backen benutz werden. Aber wie viele Wildkräuter schmeckt es nicht nur gut, sondern ist auch noch gesund. Viele schwören bei Magen-Darmbeschwerden, Sodbrennen oder Blasenproblemen auf die Pflanze.

Wildkräuter - getrockneter Liebstöckel in kleiner Schale

Quendel

Der Quendel ist der kleine Bruder des Thymians. Er ist nicht ganz so aromatisch wie sein großer Bruder, aber dafür etwas schärfer. Er punktet vor allem zu Fleisch und Fisch, Gemüse, in Kartoffelgerichten und Salat. Verwendet werden die Blätter (frisch und getrocknet) und Blüten. Schon Hildegard von Bingen wusste auch die heilende Wirkung von Quendel gegen Husten und Erkrankungen der Bronchialwege zu schätzen.

Scharfgarbe

Die Scharfgarbe ist sehr würzig und etwas bitter im Geschmack. Vor allem in Kräutersalzen, Essig, in Salat, zu Gemüse oder in Kräuterbutter kann sie ihren Geschmack perfekt entfalten. Verwenden kann man die zarten Blätter oder die essbaren Blüten, die sich auch gut als Deko eignen. Getrocknet kann Scharfgarbe als Tee aufgegossen werden. Er wirkt antibakteriell und hilft gegen Magen-Darmbeschwerden und bei Fieber.

Wildkräuter - Scharfgarbe

Spitzwegerich

Spitzwegerich ist in der Küche bisher eher weniger bekannt, dabei enthält er besonders viele Vitamine und Mineralstoffe. Das Besondere an ihm ist sein pilzartiges Aroma, das vor allem in Salat, in Eierspeisen, Pesto oder Kräuterbutter oder Quark lecker schmeckt. Man sollte ihn jedoch vorsichtig dosieren, damit das Aroma nicht zu dominant wird. Verwendet werden zum Würzen die Blätter, die Ähren, aber auch die Wurzeln und Samen. Auch Spitzwegerich ist gut gegen Atemwegserkrankungen und stärkt das Immunsystem.

Bockshornklee

Bockshornklee ist nicht nur in der heimischen Küche beliebt, sondern auch fester Bestandteil der asiatischen Küche. Sein Geschmack ist unverwechselbar: würzig, nussig, leicht scharf und etwas bitter. Du kannst ihn solo genießen, er ist aber auch ein toller Teamplayer in Gewürzmischungen. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Er schmeckt zu Fleisch, Fisch, Gemüse, in Curry-Gerichten, auf Brot oder auch in Käse. Besonders gut entfaltet er sein Aroma, wenn die Samen vorher ohne Fett in einer Pfanne angeröstet werden. Dadurch wird er auch etwas milder im Geschmack. Und auch Bockshornklee hat eine heilende Wirkung: Er hilft bei Haarausfall und bei der Senkung des Blutzuckers.

Wildkräuter - Bockshornklee in Holschaufel

Schabzigerklee

Schabzigerklee ist vielen namentlich nicht bekannt, viele kennen ihn aber aus Tiroler Schüttelbrot. Er ist artverwandt mit dem Bockshornklee, jedoch etwas milder. Wenn man die Blätter trocknet, entfalten sie ihr feines würziges Aroma. Schabzigerklee schmeckt gut in Dips, Brot, Saucen und zu Käse. Und was viele nicht wissen: Er ist auch im rheinischen Gericht „Himmel und Erde“ ein fester Bestandteil. Schabzigerklee hat eine appetit- und verdauungsanregende und blutbildende Wirkung.    

Brennnessel

Die Brennnessel ist ein großartiger Vitamin- und Mineralstofflieferant. Sie enthält siebenmal so viel Vitamin C wie Zitrone, sechsmal so viel Calcium wie Kuhmilch und dreimal so viel Eisen wie Rindersteak. Essbar sind junge Blätter und Triebspitzen. Sie sind sehr mild, fast cremig im Geschmack und haben wenig Bitterstoffe. Und sie sind vielseitig und schmecken als Suppe, Brennnesselspinat, Salat, im Smoothie oder als Brotaufstrich. Und auch Tee kann man aus den Blättern brühen. Die Liste der Anwendungsgebiete ist lang: Ashtma, Arthrose, Blasenprobleme, Haarausfall und noch vieles mehr. Grund genug, um ihr in der Küche einen festen Platz zu geben, oder?

Willdkraeuter - Brennnessel frisch und getrocknet im Mörser

Wir hoffen, dass wir ein wenig Licht ins Dunkel bringen konnten. Hast du Lust auf Wildkräuter bekommen? Dann schau doch mal bei unseren Produkten von Kraut und Korn vorbei.

Überblick

Leckeres mit Wildkräutern

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