Anja Hartebrodt von Apfel trifft Zwiebel

Interview mit Anja von Apfel trifft Zwiebel

Anja Hartebrodt spricht über ihre kleine Manufaktur in Brandenburg!

Anja, erzähl uns doch mal deine Gründerstory!

Um jetzt nicht die Leser mit der ganzen Geschichte zu langweilen, gab es einen Punkt in meiner beruflichen Laufbahn, an dem ich das Gefühl hatte, noch einmal etwas ganz anderes machen zu wollen. Am Ende des Entscheidungsprozesses hatte ich mich dazu entschieden, mein Hobby zum Beruf zu machen. Und erst dann begann die ganze Arbeit, um die Grundlagen für die Firmengründung zu schaffen. In Brandenburg gibt es die Möglichkeit für „Junge“ Gründer, sich bei dem Prozess von der Wirtschaftsförderung unterstützen zu lassen und ich war dankbar, dass ich einer dieser Gründer sein konnte. Das war schon hilfreich, da man jemanden hatte, mit dem man sein Konzept und die Wirtschaftspläne besprechen konnte. Parallel dazu habe ich diverse Weiterbildungen im Bereich des Lebensmittelrechts besucht, Rechtsform bestimmt , den Namen, das Logo entwickelt, die Interseite aufgebaut und diverses mehr. Irgendwann stand dann das Datum der Gründung fest: 01.04.2020 – na ja und wie alle wissen, kam Corona und der erste Lockdown. Ich bin dann trotzdem gestartet …

Apfel trifft Zwiebel - Anja Hartebrodt

Apfel trifft Zwiebel… Wie bist du auf diesen Markennamen gekommen?

Wie, weiß ich eigentlich gar nicht mehr. Der Name schwirrte schon länger durch meinen Kopf. Zu der Zeit hatte ich immer ein kleines Notizbuch dabei und habe alle Ideen und Gedanken festgehalten. Ich habe dennoch während des Gründungsprozesses über eine Designer Plattform einen Ideenwettbewerb ausgelobt, weil ich dachte, vielleicht gibt es ja noch etwas Besseres. Schließlich gehört Marketing nicht zu meiner Kern-Kompetenz. Es kamen viele Ideen, auch einige sehr gute, letztlich habe ich auf mein Bauchgefühl gehört und mich doch für meine Idee „Apfel trifft Zwiebel“ entschieden.

Köchin beim Möhren schneiden

Dein Motto lautet „regional, saisonal, handgemacht“: drei Begriffe, die für Nachhaltigkeit stehen. Wie setzt du das Thema Nachhaltigkeit in deiner Manufaktur um?

Natürlich, wie bei meinem Motto schon erwähnt, verwende ich Grundprodukte, die aus der Region kommen und die gerade Saison haben. Aber die Nachhaltigkeit spielt bei allen Geschäftsprozessen eine Rolle: welche Energie verwende ich in der Produktion, welches Material kommt bei den Etiketten zu Einsatz, bei den Deckeln achte ich darauf, dass keine Weichmacher in der Dichtung vorhanden sind, soweit wie möglich papierlos zu arbeiten, auf die richtige Versandart und Verpackung achten (Im Wesentlichen achte ich hier darauf, keinen Kunststoff zu verwenden und wenn doch, dann ist es Verpackungsmaterial, was ich wiederverwende) ….
Dies sind hier nur einige Beispiele und es gibt auch immer noch Dinge die man besser machen kann. Letztlich ist es ein stetiger Prozess.

Gibt es etwas in deiner Manufakturzeit, an das du dich besonders gerne erinnerst?

Oh, gerade neulich sagte ein Kunde bei einem Herbstmarkt, auf dem ich meinen Stand aufgebaut hatte, dass er nur wegen meiner Manufaktur zu der Veranstaltung gekommen wäre. Das war schon ein besonderer Moment

Die derzeitige Krise ist für euch kleine Manufakturen nicht einfach. Steigende Kosten und sinkende Kundennachfrage prallen aufeinander. Wie schaffst du es, dich trotzdem immer wieder zu motivieren?

Mein Motto ist: „Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weitermachen“. Mir fällt es recht leicht, mich auf neue Situationen einzustellen und ich glaube, das hilft in Krisenzeiten, weil man relativ schnell schaut, wie kann man es denn anders machen. D.h. natürlich nicht, dass man sich nicht auch Sorgen macht.

Hast du einen Tipp für Gründer, den sie in der Selbstständigkeit unbedingt beherzigen sollten?

Herzblut, Geduld, Hartnäckigkeit, Lernbereitschaft, Flexibilität

Apfel trifft Zwiebel… Süß trifft auf herzhaft. Bist du eher Team „Süß“ oder Team „Herzhaft“? Was ist dein persönliches Ich-schmelze-dahin-Essen?

Also ich bin ganz klar Team „Herzhaft“. Mein „Ich schmelze dahin Essen“ ist eher eine bestimmte Stimmung: Ein lauer Sommerabend, ein Glas leckerer Wein, dazu ein paar Antipasti und gutes Brot. Wenn jetzt noch eine Grille im Hintergrund zirpt, dann wäre das die Kirsche auf der Sahne.

Verrätst du uns zum Schluss noch dein Lieblingsrezept?

Ich liebe schon seit meiner Kindheit Spaghetti Bolognese. Inzwischen auch gern mit selbst gemachten Nudeln und auch mal in der vegetarischen Variante, dann ersetze ich das Rindfleisch durch verschiedenes klein gewürfeltes Gemüse, wie z.B. Zucchini, Aubergine, etc. Da ich privat gar kein Rezeptkocher bin, habe ich dafür kein konkretes Rezept. In der Regel verwende ich etwas Olivenöl zum Anbraten, Zwiebeln, Knoblauch, etwas Suppengemüse, Rindfleisch oder klein gewürfeltes Gemüse, italienische Tomaten aus der Dose, etwas Tomatenmark, Oregano und oder frischen Thymian und Rosmarin aus dem Garten, Lorbeerblatt, eine kleinen TL Honig oder eine Prise Zucker sowie natürlich Salz und Pfeffer. Die Bolognese muss jetzt noch mindestens eine Stunde köcheln. Lecker!

Vielen Dank für die Einblicke in deine Manufaktur, Anja!

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